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Die Wildbienen- und Garten-AG am FWG stand auch im Schuljahr 2018/19 unter dem Motto Für Wildbienen Gemacht.

Wie bereits in vergangenen Jahren wurden in den fünften und manchen sechsten Klassen Kokons der roten Mauerbiene (Osmia bicornis) im Biologieunterricht ausgeteilt und das Schlüpfen der Tiere beobachtet und dokumentiert. Es wurde ermittelt, ob im Schnitt die Weibchen oder die Männchen früher schlüpfen, und was der unterschiedliche Schlüpfzeitpunkt zu bedeuten hat (Poster im 2.Stock im C-Trakt). Viele der geschlüpften Bienen wurden dann auf dem Schulgelände freigelassen, wo bereits vor zwei Jahren eine der Grünflächen bienenfreundlich umgestaltet wurde. Genau dort hatten wir bereits am 15.02. die erste rote Mauerbiene dieses Jahres gesichtet – sehr früh selbst für diese Tiere.

Und genau hier setzt die Wildbienen- und Garten-AG an. Denn auch Wildbienen brauchen Nektar und Pollen. Und das bekommen sie nicht von dem Pracht-Johanniskraut der Grünflächen, von dem zudem so früh im Jahr noch keine einzige Knospe, geschweige denn eine Blüte zu sehen war.

Wann immer es das Wetter und der Stundenplan erlaubten, traf sich die AG freitags in der 7.Stunde mit Spaten, Hacke, Spork und Schaufel, um erstmal die Grünflächen vom Johanniskraut zu befreien und dann Samen von einheimischen Pflanzen auszusäen. Trotz der weit überdurchschnittlichen Temperaturen im Juni entwickelte sich die von uns angelegte Wildblumenfläche prächtig und stellt seit vielen Wochen nun im steten Wechsel ein vielfältiges Blühangebot für Insekten dar, wie man an den Bildern der Johanniskrautfläche und unserer Wildblumenfläche erkennen kann.    

Das große Bienen- und Insektensterben ist mittlerweile ja in aller Munde. Wir möchten da einfach auch ein Wörtchen mitreden und zeigen, was ganz konkret selbst in der Großstadt getan werden kann, um diesen faszinierenden Tieren zu helfen – und damit letztlich auch uns. Wir werden auch weiterhin unseren Teil dazu beizutragen, dass wir an dieser Stelle Verantwortung für unsere Mitlebewesen übernehmen.

Und großen Spaß machen die Arbeiten allemal. Zudem kann man einfach beim Beobachten des emsigen Treibens in unseren Wildblumenflächen und all dem Gesumme und dem schönen Duft ganz einfach wahrnehmen, wie viel selbst relativ kleine Flächen zum Erhalt von Biodiversität und Lebensqualität beitragen können.

Im nächsten Schuljahr geht es weiter, wenn es wieder heißt: Bis bald im Beet!