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Nemo solus satis sapit.

Niemand ist allein weise genug. (Plautus, Miles gloriosus V. 885)

Unser Lateinunterricht erhebt den Anspruch, den Schülerinnen und Schüler in vor allem zwei großen Bereichen ein vertieftes Verständnis zu vermitteln; diese Bereiche sind zwar sehr unterschiedlich, ergänzen sich aber dann zu einem Großen und Ganzen: Zum einen geht es darum, den Kindern die Kultur der Römer als derjenigen, aus der unsere heutige europäische Lebenswelt hervorgegangen ist, nahezubringen. Auf diesem Wege findet ein Vergleich und vor allem ein Austausch zwischen der Vorgängerkultur und der aktuellen Lebenswelt statt mit dem Ziel, das hic et nunc – das Hier und Jetzt – besser zu verstehen. Dieser kulturelle Austausch bezieht sich thematisch etwa auf das Alltagsleben in Rom, die Geschichte, die Mythologie und nicht zuletzt auf die lateinische Literatur, die einerseits spannend (Wie entgeht Cicero der Verschwörung gegen ihn?) und unterhaltsam (wenn beispielsweise in Ovids Metamorphosen grantige Bauern zu Fröschen werden) sein kann und auch zu anspruchsvollen Überlegungen in den Bereichen der Rhetorik oder Philosophie (so denkt Seneca wie wir alle in seinen Briefen z.B. über glückliches Leben nach) führen kann.

Wir sind davon überzeugt, dass Historische Kommunikation letztlich in größtem Maße über die Sprache und eben das Lesen und Verstehen der  lateinischen Originaltexte stattfindet: Und dies ist dann der zweite große Bereich, um den es in unserem Lateinunterricht geht – selbstverständlich spielen auch dort Vokabeln, grammatische Regeln und Formentabellen, die es auswendig zu lernen gilt, eine große Rolle. Da es aber nicht um eine aktive Sprachbeherrschung geht (Vokabeln etwa müssen nur lateinisch – deutsch gelernt werden), leistet unser Lateinunterricht noch Außerordentliches auf einer höheren Ebene: Die Kinder werden etwas darüber lernen, wie Sprache funktioniert, wie sie aufgebaut ist, und können so ein vertieftes generelles Sprachverständnis entwickeln, das dann u.a. beim Erlernen anderer Sprachen hilft. Ergo: Es ist nach unserer Überzeugung nicht nur möglich, sondern sogar sinnvoll Latein und Englisch gleichzeitig zu erlernen.

 

Fachgruppenmitglieder

Nicolas Berg, Patrick Brosch,Thomas Gampp, Stefan Hertel, Gabi Heukemes, Annette Isselhard, Patrick Kawina, Julia Kelzenberg, Dr. Thomas Kurth, Susanne Löckmann, Julia Roeder, Annika Rohe, Stefanie Scharrenbroch, Christiane Schulz